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Gelungener Auftritt des Ruderteams beim Bundesfinale

Gelungener Auftritt des Ruderteams beim Bundesfinale

Schulruderer der Oberschule am Leibnizplatz erreichen 5. Platz im Achter-Cup und 8. Platz bei „Jugend trainiert für Olympia“ in Berlin

(Wi) Acht Boote der Oberschule am Leibnizplatz (OSL) nahmen am Bundesfinale „Jugend trainiert für Olympia“ und dem neu eingerichteten Achter-Cup in Berlin teil. 

Das bislang größte Team in der Schulgeschichte der OSL bei der inoffiziellen Deutschen Schülermeisterschaft sicherte sich in mehreren überzeugenden Auftritten in allen Rennen einen Platz in den Finalläufen. In spannenden Wettkämpfen mit Mannschaften aus 16 Bundesländern erzielten sie Platz 5, Platz 8, zwei 10. Plätze, drei 11. Plätze , sowie einmal Platz 12. 

Der größte Erfolg für das gesamte Team war die überraschende große Finalteilnahme mit dem erreichten Platz 5 im Schülerinnen-Achter-Cup von insgesamt 11 Meldungen. Dieser Ergänzungswettbewerb mit Preisgeldern wurde in diesem Jahr zum ersten Mal ausgetragen, um das Mädchenrudern bei „Jugend trainiert“  zu unterstützen. In einem spannenden Vorlauf, in dem nicht die Platzierung, sondern nur die Zeit zählte, wurde die insgesamt viertbeste Zeit gerudert und damit die Teilnahme am A-Finale gesichert. „Dieses war ein großartiger Erfolg für das Ruderteam der OS Leibnizplatz und zeigt, dass wir mit den Besten Deutschlands mithalten können“ zeigte sich der Trainer-Lehrer-Rudern Thomas Wallat hoch erfreut über das Ergebnis. In dem folgenden A-Finale fuhr der Mädchen-Achter der Oberschule am Leibnizplatz mit Jana Brinkmeier, Petrea Karstens, Michelle Stolle, Antonia Düchting, Carlotta Töben, Luca Reinshagen, Henrike Schukat, Elena Schlopath sowie Steuerfrau Tina Hornung nur knapp an der Bronzemedaille vorbei. Zwei ganze Sekunden fehlten ihnen hinter den Booten aus Potsdam, Berlin, Osnabrück und dem Herder Gymnasium aus Minden, um das Preisgeld von 1500 € zu gewinnen.

„Natürlich waren die Mädchen zunächst traurig, weil sie Bronze nur mit knapp zwei Sekunden verpasst haben. Ich bin aber hoch zufrieden mit dem Resultat und dem Auftreten in Punkto Kampfeswille und Geschlossenheit“, ordnete Betreuerin Lynn Artinger die Leistung der Schülerinnen ein, die, bis auf Luca, alle der Oberstufe angehören. Da die Mannschaft mit Frieda Witt über eine Schülerin zu viel verfügte, wurde sie kurzerhand an die Bismarckschule Hannover „ausgeliehen“ und startete somit in einem Renngemeinschaftsboot Hannover/ Bremen. „Eine absolut sportliche und dem olympischen Gedanken entsprechende Geste, für die ich mich beim Bremer Team ausdrücklich bedanken möchte“, so der Obmann der Bismarckschule.     

Auch im Schüler-Achter-Cup der Jungen meldete die OSL ein Boot, das sich im Wesentlichen aus den beiden gemeldeten Gig-Vierern zusammensetzte. Die Teilnahme entsprang einer Idee im Frühjahr, Wettkampfrudern mit Schülern des aktuellen Sportleistungskurses 12 auszuüben. „Die Schüler zeigten im Sportunterricht im Rudern schnelle und sehr gute Lernentwicklungen. Ich gab ihnen die Perspektive der Teilnahme am Bundesfinale als nächstes großes Ziel aus. Und die Jungs haben die Herausforderung angenommen“, bilanziert  Leistungskurslehrer und Schulsport-beauftragter Rudern des Schulspotreferats Thomas Wichmann das Projekt. Die Jungen trafen im hervorragend gemeldeten Feld mit allein vier niedersächsischen Booten auf teilweise übermächtige Gegner. Trotzdem kämpften Luca Fraßmann, Finn Weißkirchen, Karim Dauer, Konrad Lösche, Kay-Luca Schulz, Leon Grieshop, Lasse Tietz, Alhaji Chatty und Steuerfrau Tina Hornung in ihrem ersten Achter-Wettkampf ihres Lebens im Vorlauf um jeden Meter, den sie mit der zehntbesten Zeit abschlossen. Diesen zehnten Platz von insgesamt 13 Teilnehmern verteidigten sie auch als Vierter im B-Finale. Über den Sommer wurden die Schüler von ihrem Trainer Arne Stumper vom Kooperationspartner Bremer Ruderverein von 1882 e.V. mit den Wettkampfbedingungen und dem überlassenen Vereinsachter vertraut gemacht. „Rückblickend gesehen starteten wir die Vorbereitung wohl zu spät. Lediglich das Trainingslager in Ratzeburg sorgte dafür, dass sie im unteren Mittelfeld mitfuhren“, bilanzierte Arne Stumper. 

Den 8. Platz im Jungen Gig-Riemen-Vierer hatte ebenfalls keiner so richtig „auf dem Zettel“. Die Besatzung dieses Bootes mit Luca Fraßmann, Finn Weißkirchen, Karim Dauer, Konrad Lösche und Steuermann Kay-Luca Schulz setzte sich aus einem Teil des Achters zusammen. In den Vor- und Hoffnungsläufen suchten die Leistungskurs-Schüler, die von Finn aus dem Jahrgang 9 unterstützt wurden, noch den richtigen Wettkampf-Rhythmus. Im B-Finale hatten sie diesen gefunden, belegten drei Sekunden hinter dem Boot aus Koblenz Platz 2 und verwiesen die Teilnehmer aus Plön, Berlin und das Gymnasium Bammental aus Baden-Württemberg auf die hinteren Plätze. „Eine regelmäßigere Trainingsbeteiligung im Sommer, und wir wären im großen Finale um Bronze mitgefahren“, äußerte sich Konrad Lösche selbstkritisch zum Ausgang des Rennens. 

Der Mädchen Gig-Doppelvierer in der Besatzung Petrea Karstens, Michelle Stolle,

Carlotta Töben, Elena Schlopath und Steuerfrau Frieda Witt wurde ebenfalls als ein Kern des Schülerinnen-Achters neu besetzt und startete in einem großen Teilnehmerfeld aus 12 Bundesländern. Im Vorlauf noch Vierter vor Brandenburg und Hamburg, taktierten sie im Hoffnungslauf, um im anschließenden B-Finale Platz 4 und damit Gesamt-Zehnter zu erreichen. Nur 30 hundertstel Sekunden hinter Platz 3 verwiesen sie dabei das Friedrich-Hecker-Gymnasium aus Baden-Württemberg und das Friedrich-Schiller-Gymnasium aus Königs Wusterhausen deutlich auf die letzten Plätze.    

Der zweite Kern des Schülerinnen-Achters fand sich im Renn-Doppelvierer zusammen. Antonia Düchting, Lena Felouzi, Luca Reinshagen, Henrike Schukat, Elena Schlopath und Steuerfrau Tina Hornung starteten engagiert in dem Parade-Wettkampf mit vielen Teilnehmerinnen mit WM- oder EM-Erfahrung. Im abschließenden B-Finale belegten sie Platz 5 mit zwei Sekunden Rückstand auf das Boot des Herder-Gymnasiums Minden und wurden insgesamt Elfte. 

Fast ausschließlich mit Schulruderern besetzt war der Jungen-Gig-Doppelvierer mit Leon Chen, Lasse Tietz, Leon Kreie, Ben Landsberg und Steuermann Leon Grieshop. Erst im Frühjahr für das Landesfinale zusammengesetzt, gewannen sie dieses souverän und fuhren hoffnungsvoll zum Bundesfinale, wohl wissend, dass sie dort auf Athleten vor allem aus den Sportschulen des Ostens treffen werden. In Berlin starteten sie in einem aus elf Booten bestehenden Teilnehmerfeld. Sie ruderten sich ebenfalls engagiert durch die Vor- und Hoffnungsläufe in das Kleine Finale und verfehlten mit Platz 11 knapp eine einstellige Platzierung.

In den Rennen der Kinder der Wettkampfklasse III zeigte sich erneut die gute Zusammenarbeit der Schule mit ihrem Kooperationspartner Bremer Ruderverein von 1882 e.V.  Der Rennvierer der Jungen ruderte in der Besetzung Anton Schneider, Malek Chanawani, Mika Brinkmeier, Simon Schenkel als Ersatz für den verletzten Enno Peters sowie Steuerfrau Hannah Tibcken in einem mit 14 Booten sehr gut besetzten Feld. In ihrem letzten Jahr in dieser Wettkampfklasse zielten sie auch wegen des Verletzungspechs in der Vorbereitung auf das Erreichen des B-Finals. Dieses Ziel wurde schon im Vorlauf mit einem 3.Platz mit 13 Sekunden Vorsprung auf das bayrische Boot des Gymnasiums Starnberg erreicht. Über das  folgende Halbfinale starteten sie im B-Finale gegen Boote u.a. aus Ratzeburg und dem Landesgymnasium für Sport aus Leipzig und verabschiedeten sich mit Platz 12 aus dieser Wettkampfklasse, um im kommenden Jahr erneut bei den Älteren anzugreifen.   

Der Rennvierer der jüngeren Mädchen im Wettkampf III trat in der Besatzung Rieke Bartels, Hannah Länger, Carlotta Rose, Johanna Witt und Steuerfrau Marita Van Goens an. Im Ruderteam der gelten sie als das Perspektivteam, da sie noch wenig Regattaerfahrung mitbrachten und aufgrund ihres jungen Alters noch ein weiteres Jahr in dieser Altersklasse starten dürfen. So galt es vor allem Erfahrungen zu sammeln und sich mit den etablierten Gegnern zu messen. Engagiert und kämpferisch starteten sie in den Vor- und Hoffnungsläufen. Der für die Teilnahme am B-Finale notwendige 3. Platz im Hoffnungslauf wurde souverän mit 13 Sekunden Vorsprung auf das Hansa-Gymnasium aus Stralsund erreicht. Und selbst im B-Finale gaben sie zu keiner Zeit das Rennen verloren und wurden mit einer Sekunde Vorsprung auf die Wichern-Schule aus Hamburg Fünfter, bei nur 5 Sekunden Rückstand auf den Ersten. „Die Mädchen zeigten eine sehr gute Leistung in diesem hervorragenden Teilnehmerfeld und können im nächsten Jahr noch einmal starten und einen der vorderen Plätze angreifen“, freute sich Trainer-Lehrer-Rudern Thomas Wallat über das engagierte Auftreten seiner jüngsten Athletinnen. 

„Wir können wieder einmal erhobenen Hauptes die Regatta verlassen und haben gezeigt, dass sich aus Bremen gute (Schul-) Ruderer im nationalen gesicherten Mittelfeld etablieren können“, lautete das Fazit des Schulsportbeauftragten der Senatorin für Bildung und Projektleiters Rudern am Leibnizplatz Thomas Wichmann nach den Rennen.

Hervorragend im A&O Hostel Friedrichshain untergebracht hatte das Bremer Ruderteam dieses Jahr bei seiner 24.Teilnahme am Bundesfinale in Folge wieder kurze Wege zur Regattastrecke. Der obligatorischen Kinobesuch, ein eindrucksvoller Rundgang durch das Brandenburger Tor zum Reichstag am Abend und ein kultureller Nachmittag auch mit Museumsbesuch rundeten die sportlichen Aktivitäten dieser inoffiziellen Deutschen Schülermeisterschaft ab.  

Beendet wurde das Bundesfinale wie immer am Mittwochabend in der Max-Schmeling-Halle mit der Siegerehrung, einem Show-Act-Programm und der obligatorischen Abschlussdisko für die Athleten des sehr gut organisierten 94. Bundesfinals Berlin 2017.DSCN3626DSCN3598DSCN3606

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