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Ein Leibniz-Ruder-Ass in England

Ein Leibniz-Ruder-Ass in England

Tim Eilers bei seinen ersten Ruderversuchen im fünften Jahrgang an der Oberschule am Leibnizplatz. Zu den schwereren Übungen gehört es, einmal im Stehen zu rudern, ohne dabei zu kentern. Wir haben uns riesig gefreut, im Weser-Kurier von ihm zu lesen und drücken ganz fest die Daumen, dass es mit einer WM-Nominierung klappt! 

 

Zu Gast in Englands Talentschmiede Tim Eilers lernt von den Besten der Welt

Der 17-jährige Schüler lebt und trainiert seit September 2017 in Henley-On-Thames – in dem Klub, dessen Mitglieder in den vergangenen 120 Jahren 123 olympische Medaillen gewonnen haben. Zwei Bremer in Henley: Tim Eilers lebt dort seit September, seine Trainerin Christina Mahler besuchte ihn kürzlich.

(Sören Dannhauer) London.

Tim Eilers lebt seinen Traum. Der Schüler von der Ruderschwerpunktschule am Leibnizplatz trainiert inzwischen offiziell beim Leander Rowing Club in Henley-on-Thames mit. Der Ort westlich Londons gilt als die Herzkammer des englischen Rudersports und übt natürlich auch auf Tim Eilers, der dem Bremer Ruderverein von 1882 angehört, eine besondere Anziehungskraft aus. Im Sommer hatte sich Eilers beim Leander Rowing Club beworben, dessen Mitglieder in den vergangenen 120 Jahren 123 olympische Medaillen gewannen. Nur auf Antrag oder durch besondere Empfehlung von Klubmitgliedern werden Sportler bei Leander aufgenommen. Während seine Bewerbung lief, erkämpfte sich Eilers im Juni 2017 bei der Deutschen Jugendmeisterschaft im Leichtgewichts-Einer der U 19 den Meistertitel. Diese Leistung beeindruckte in Henley so nachhaltig, dass es mit der Aufnahme klappte. Seit September trainiert Eilers in dem Klub mit dem speziellen Credo: Für Leander zählen nur Weltmeistertitel, Olympiasiege und der Gewinn der Henley Royal Regatta. „Hier wird unglaublich fokussiert trainiert. Die Stärke der verschiedenen Trainingsgruppen ist extrem“, sagt Eilers beeindruckt. 47 Ruderer von Leander haben 2017 für den englischen Verband an Weltmeisterschaften teilgenommen. Da ist es normal, in der Pause zwischen zwei Trainingseinheiten auch mal mit einem Olympiasieger beim Essen zu sitzen.

Acht bis neun Einheiten muss das U 19-Team um Eilers wöchentlich machen. Montags sind die Aktiven am Nachmittag fünf Stunden im Verein, um zwei Einheiten zu absolvieren. Dienstags und donnerstags wird zusätzlich am Morgen gerudert. Damit das klappt, kümmert sich das Henley College, an dem Eilers lernt, darum, dass der Unterricht erst ab zehn Uhr beginnt. „Das ist wirklich entspannt. Es baut sich kein zusätzlicher Druck auf, wir können an im Klub essen und sind gut versorgt“, sagt Eilers. Der hohe sportliche Aufwand lohnt sich für den 17-Jährigen. Er gilt in der U 19-Trainingsgruppe von Leander als das größte Talent, mittlerweile ist sogar der britische Ruderverband auf den Bremer aufmerksam geworden. „GB Rowing set an eye on him“, sagt James Loveday, hauptamtlicher Cheftrainer der Junioren – sie haben also ein Auge auf den Bremer geworfen. Ein Start für die englische Nationalmannschaft ist nach den Regeln zwar nicht vollkommen ausgeschlossen, aber nicht geplant. Hoffen auf eine WM-Nominierung

Von Sören Dannhauer – 10.02.2018 -WESER-KURIER https://www.weser-kurier.de/sport_artikel,-tim-eilers-lernt-von-den-besten-der-welt-_arid,16988…

 

Originalartikel aus dem WK vom 10.2.18