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Preisverleihung – Bundespräsident

Preisverleihung – Bundespräsident

Preisverleihung – Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten

 

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Im Herbst 2014 rief Bundespräsident Joachim Gauck zur historischen Spurensuche zum Thema »Anders sein« auf.

»Anders sein. Außenseiter in der Geschichte« ist das Thema der 24. Ausschreibung des Geschichtswettbewerbs des Bundespräsidenten. Vom 1. September 2014 bis 28. Februar 2015 waren die Schülerinnen und Schüler des Profils 12C aufgerufen, vor Ort auf historische Spurensuche zu gehen. Ausrichter des Wettbewerbs war die Körber-Stiftung, die 550 Geldpreise auf Landes- und Bundesebene auslobt.

Anderssein bewegt die Gesellschaft

Ob Kriminelle seit dem Mittelalter, Bauwagenbewohner am Weidedamm in der Neuzeit oder Punker in der jüngsten Vergangenheit: In der Geschichte gab es immer Menschen, die als anders galten. Diskussionen um die Inklusion an Schulen oder die Rechte gleichgeschlechtlicher Partnerschaften zeigen, dass der Umgang mit Verschiedenheit unsere Gesellschaft nach wie vor bewegt. Dabei hat Anderssein oft auch gesellschaftliche Fortschritte bewirkt, so Bundespräsident Joachim Gauck: »Dass wir heute in einem pluralistischen, offenen und toleranten Land leben, ist in manchen Bereichen den Außenseitern von einst zu verdanken, ihrem Eigensinn, ihrer Kreativität und Hartnäckigkeit, oft auch ihrer Opferbereitschaft«. Auf ihrer Spurensuche sollten die Schülerinnen und Schüler an einem Beispiel erforschen, was früher als anders galt und wie sich der Umgang mit Außenseitern in der Geschichte verändert hat. Neben schriftlichen Arbeiten wurden auch kreative Beiträge wie Filme oder Hörspiele eingereicht.

Der Geschichtswettbewerb wurde 1973 durch den damaligen Bundespräsidenten Gustav Heinemann und den Hamburger Unternehmer und Stifter Kurt A. Körber ins Leben gerufen. Seitdem haben sich über 130.000 Kinder und Jugendliche mit gut 28.000 Beiträgen daran beteiligt.

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Bürgerschaftspräsident Christian Weber gratuliert

Nicht nur die Qualität der neun eingereichten Arbeiten war ausgezeichnet, somdern auch die Vielfalt der Themen. Die Körberstiftung hat drei eingereichte Arbeiten des Profil 12C am 15.07.2015 in der Bürgerschaft ausgezeichnet. Badder El Khalet und Zeinab Miri erhileten für ihre Arbeit über die Flucht ihrer Eltern aus dem Libanon einen Förderpreis. Ebenso wurde die Arbeit von Melissa Randecker, Audrey Archieng, Nina Otzen und Hela Zaouali Dridi über Prostituierte in Bremen mit einem Förderpreis ausgezeichnet.

Publikum

Warten auf die Verleihung

Die Arbeit von Kim Raschke, Paula Thielbar, Sarah El El Meccaoui und Thalia Lea Alexandre Chandra wurde mit einem der drei Landessieger-Preise gewürdigt. Das Thema waren die sogenannten Völkerschauen, die in der Zeit des Kolonialismus in Bremen statt fanden. Waren diese Menschen noch Menschen oder wurden sie wie Tiere ausgestellt? Das waren die Leitfragen, mit denen sich die vier Schülerinnen befasst haben. Der Landessieg könnte im Herbst noch zusätzlich mit einem Bundessieg gekrönt werden – wir drücken euch die Daumen!

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