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Schulpartnerschaft mit dem Augustineum in Windhoek/ Namibia

Schulpartnerschaft mit dem Augustineum in Windhoek/ Namibia

Dokumentation der 1. Begegnung in Bremen

Freitag, 08.06.2018

Nachdem wir unsere namibischen Gäste morgens in Hamburg von Flughafen abgeholt haben, gab es am Nachmittag am Weserdeich ein erstes Kennenlernen, bei Kooperationsspielen und ‚Knipp‘ im Café Sand.

Samstag, 09.06.2018

Am Samstag ging es um deutsches Schwarzbrot und die Stadt Bremen. Zuerst buken wir gemeinsam in der Schulküche Sauerteigbrot und kauften gemeinsam mit viel Spaß und namibischer Neugierde auf dem Markt am Domshof für unser Mittagessen ein, um anschließend von Marcel sachkundig durch die Innenstadt geführt zu werden. Hierbei konnten wir sogar das Domtreppenfegen erlebe. Emma aus Windhoek zeigte sich gnädig und küsste den Junggesellen frei.

Sonntag, 10.06.2018

Wir zeigten unseren Gästen das Bremer Umland. Zu Fuß und mit Planwagen durch die Wiesen lernten wir die Nutzung und den Naturschutz des Blocklandes kennen, um uns anschließend bei einem Eis und einem Picknick auszuruhen.

Montag und Dienstag, 11.-12.06.

Anschließend fuhren wir für zwei Tage in die Jugendherberge in Rotenburg an der Wümme für das integrierte ENSA- Seminar mit unserer Teamerinnen Lou und Nina aus Berlin. Dort ging es neben Teambuilding besonders um die Themen Vorurteile und Stereotype, Partnerschaft auf Augenhöhe, gemeinsame Vorstellungen und Erwartungen. Abends spielten alle mit Schokolade „Werwölfe und Dorfbewohner“.

Mittwoch, 13.06.

Am Mittwoch besuchten wir unsere Kooperationspartner*innen im biz (Bremer Informationszentrum für Menschenrechte und Entwicklung) und im Überseemuseum, um Möglichkeiten für eine zukünftige Zusammenarbeit und konkrete Projekte für die Begegnungsreisen zu besprechen. Gemeinsam tauschten wir Ideen und Möglichkeiten zu den verschiedenen Perspektiven auf die Thematiken aus. Dies waren sehr interessante und intensive Phasen, die mit Sicherheit bei allen noch lange nachwirken werden.

Donnerstag, 14.06.

Auch der Donnerstag wird so schnell nicht vergessen werden. Geführt von decolonize Bremen folgten wir den kolonialen Spuren, die in Bremen tatsächlich zu finden sind. Angefangen bei der Lüderitzstraße bis zum Elefanten, dem Mahnmal zum Gedenken an den Genozid an den Herero und Nama und dem Überseemuseum lernten wir sehr viel über unsere namibisch- deutsche Vergangenheit. Dies waren zum Teil sehr schmerzhafte Erinnerungen, die sowohl die deutschen als auch die namibischen Teilnehmer*innen stark berührten. Es wurde wieder sehr bewusst, dass wir miteinander eine Geschichte teilen und viel gemeinsam zu entdecken und zu bearbeiten haben werden.

Am Nachmittag empfing uns die Staatsrätin Frau Hiller im Rathaus und stellte auch noch einmal die Bedeutung der Schulpartnerschaft innerhalb der Beziehung zwischen den Städten Bremen und Windhoek fest.

Freitag, 15.06.

Am Freitag konnten die namibischen Gäste dann endlich auch unsere Schule von innen kennenlernen. Nach einem Empfang durch unsere Schulleitung verteilten sie sich auf die Klassen und besuchten Unterricht in den Fächern Geschichte, Biologie, Darstellendes Spiel, Englisch, Französisch und Sport der Sekundarstufen 1 und 2. Hier noch einmal ein herzliches Dankeschön an die Kolleg*innen, die Ihre Räume für uns geöffnet und unsere Gäste herzlich empfangen haben.

Samstag/ Sonntag, 16.06./ 17.06.

Nach dieser anstrengenden und inhaltlich sehr ausgefüllten Woche, konnten sich nun alle bei einem Familientag mit den Gastfamilien erholen und wir trafen uns erst am Sonntag wieder, um nach Bremerhaven ins Auswandererhaus und nach Cuxhaven ans Meer zu fahren. Hier zeigten wir unseren Gästen das Wattenmeer. Sie waren sehr beeindruckt davon, dass das Wasser auch einfach mal weg sein kann. In der Strandarena konnten wir dann auch zusammen beim public viewing die erste WM- Niederlage Deutschlands erleben. Mit der Folge, dass wir beim nächsten Spiel gegen Schweden viele Glückwünsche und Jubel per WhatsApp aus Namibia erhalten haben.

Montag, 18.06.

 

Unser Austausch nähert sich dem Ende. Nachdem am Montag noch einmal Hospitationen in unserer Schule stattgefunden haben, trafen wir einen weiteren möglichen Kooperationspartner. Gemeinsam mit Mitgliedern der Bremer Shakespeare Company erwägen wir Möglichkeiten, gemeinsam ein Projekt bei der nächsten großen Begegnung aufzustellen. Alle Seiten sind sehr von dieser Idee angetan und es gab bereits viele Ideen und Ansätze, die wir mit uns nehmen. Am Abend müssen wir dann bereits den Abschied von Bremen feiern. Gemeinsam mit den Eltern grillen wir auf dem Schulhof und tauschen unsere bisherigen gemeinsamen Erlebnisse aus. Auch hier gilt ein ganz großer und herzlicher Dank an die Elten, die uns so großartig unterstützt haben und an die Gastfamilien für die herzliche Aufnahme der Gastschüler*innen.

Dienstag/ Mittwoch 19./20.06.

Die letzte Station ist Hamburg. Bereits am Dienstag fahren wir nach Hamburg und die namibischen Gäste bekommen nun auch noch den Eindruck einer Großstadt, die soviel Einwohner*innen hat, wie ihr gesamtes Land. Zu Fuß geht es durch den alten Elbtunnel, auf die Elbphilharmonie und verschiedene Stadtviertel. Mit der Fähre bekommen wir einen Eindruck von der beeindruckenden Größe des Hafens.

Die letzten Einkäufe werden gemacht, bevor es am Mittwoch Nachmittag zum Flughafen geht.

Hier müssen wir uns nun endgültig verabschieden, was nach einer so intensiven und schönen Zeit nicht leicht fällt. Schweren Herzens aber mit der festen Überzeugung, dass wir alle in den letzten Tagen etwas ganz Großartiges erlebt haben, trennen wir uns an der Sicherheitskontrolle und freuen uns alle sehr über diese erfolgreiche erste Begegnung. Und im Oktober sind wir dann dran, unsere Partner*innen in Windhoek zu besuchen.

Verantwortlich: Barho/Ambrosius